Inflation – Positive Überraschung

15. Juni 2026

Im Mai ging die Inflation in Ungarn überraschend auf 1,8 Prozent zurück, während die Preissteigerungen im Monatsvergleich zum Stillstand kamen.

Seit Monaten stagnieren die Preise, der positive Realzins ist wieder gestiegen und der Forint notiert nahe einem Fünfjahreshoch. Allerdings belasten die Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung die Wirtschaft zunehmend, und der Konflikt mit dem Iran könnte sie jederzeit destabilisieren. Die Frage ist daher nicht mehr nur, ob die Inflation niedrig gehalten werden kann, sondern auch, welcher Preis dafür gezahlt werden muss. Marktanalysten erwarten im Juni einhellig eine Zinssenkung, die die ungarische Wirtschaft möglicherweise dringend benötigt.

Auf den ersten Blick deuten die Inflationsdaten der ersten Monate des Jahres nicht darauf hin, dass die ungarische Wirtschaft einem ernsthaften Preisdruck ausgesetzt ist. Die jährliche Steigerungsrate der Verbraucherpreise lag im Januar bei 2,1 Prozent, im Februar bei 1,4 Prozent, im März bei 1,8 Prozent und im April erneut bei 2,1 Prozent. Den Zahlen zufolge bewegt sich die Inflation permanent nahe am Zielwert der Ungarischen Nationalbank MNB.

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