Der Staat muss insgesamt 289 Mrd. Forint (knapp 800 Mio. Euro) unberechtigt erhobener Steuern an mehrere Großunternehmen zurückerstatten.
Wie das Finanzministerium informierte, betrifft die Rückerstattung in erster Linie die MOL-Gruppe und die Stickstoffwerke Pét, aber auch die großen Zementwerke des Landes, die sich im Besitz des deutschen Konsortiums Heidelberg und Schwenk Zement bzw. der Schweizer Holcim-Gruppe befinden.
Seit 2023 mussten diese Unternehmen pro Tonne CO2-Emissionen 36 Euro plus einer 15%igen Transaktionsgebühr bezahlen. Die Orbán-Regierung berief sich bei der Abgabe auf das Emissionshandelssystem (ETS) der EU und belegte damit alle Umweltverschmutzer, die pro Jahr mehr als 25.000 t Schadstoffemissionen verursachten.
Die Abgabe erreichte nach Schätzungen von Experten bis zu 8-14% des Umsatzvolumens der betroffenen Unternehmen.