Der kroatische Ölpipeline-Betreiber JANAF und die MOL-Gruppe haben eine Vereinbarung über den Transport von 2,05 Mio. t Rohöl für dieses Jahr unterzeichnet.
Bis zum 31. Dezember liefert JANAF insgesamt 2,05 Mio. t Rohöl. Die Vereinbarung wurde im Rahmen einer „Take-or-pay“-Regelung geschlossen, d. h., der Abnehmer bezahlt die georderte Transportkapazität auch dann, wenn er diese nicht oder nur teilweise in Anspruch nimmt. Der Vertrag legt zudem alle Bedingungen der am 1. Januar begonnenen Zusammenarbeit fest.
Zwischen beiden Unternehmen gab es bislang vermehrt Spannungen. Während der Verhandlungen kritisierte MOL wiederholt die Transportkosten und die technische Kapazität von JANAF. Das kroatische Unternehmen wies die Kritik zurück und betonte, dass es seine Gebühren transparent auf Grundlage der Transportstrecke und des vertraglich vereinbarten Volumens festlegt.
Das in Zagreb ansässige Unternehmen JANAF betreibt den kroatischen Abschnitt der Adria-Ölpipeline, die eine der alternativen Öltransportwege in Mitteleuropa darstellt. Das Unternehmen ist Mitglied der MOIG, einem Zusammenschluss von Ölgesellschaften aus dem Mittelmeerraum.
Bild: Shutterstock / canon_photographer