ETS-Sondersteuer – Rückerstattung an Großunternehmen

ETS-Sondersteuer – Rückerstattung an Großunternehmen

10. August 2026

Der Staat muss insgesamt 289 Mrd. Forint (knapp 800 Mio. Euro) unberechtigt erhobener Steuern an mehrere Großunternehmen zurückerstatten.

Wie das Finanzministerium informierte, betrifft die Rückerstattung in erster Linie die MOL-Gruppe und die Stickstoffwerke Pét, aber auch die großen Zementwerke des Landes, die sich im Besitz des deutschen Konsortiums Heidelberg und Schwenk Zement bzw. der Schweizer Holcim-Gruppe befinden.

Seit 2023 mussten diese Unternehmen pro Tonne CO2-Emissionen 36 Euro plus einer 15%igen Transaktionsgebühr bezahlen. Die Orbán-Regierung berief sich bei der Abgabe auf das Emissionshandelssystem (ETS) der EU und belegte damit alle Umweltverschmutzer, die pro Jahr mehr als 25.000 t Schadstoffemissionen verursachten.

Die Abgabe erreichte nach Schätzungen von Experten bis zu 8-14% des Umsatzvolumens der betroffenen Unternehmen.

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