Aufgrund der sinkenden politischen Unsicherheit, des abnehmenden Standortrisikos sowie vorteilhafter Finanzierungsbedingungen wird sich voraussichtlich in den kommenden 12-24 Monaten der Markt der gewerblichen Immobilien schrittweise erholen.
Laut internationalem Berater Colliers belief sich das Volumen der gewerblichen Immobilieninvestitionen im I. Halbjahr 2026 auf 610 Mio. Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 26,5% gegenüber dem Vorjahr und ist die stärkste Leistung seit 2021. Aufgrund laufender Transaktionen wird erwartet, dass das Gesamtvolumen im laufenden Jahr 1,2 Mrd. Euro überschreiten könnte.
Knapp drei Viertel des Transaktionsvolumens entfielen auf ungarische Käufer. Mit einem Anteil von 38% stand das Bürosegment an der Spitze, gefolgt vom Einzelhandel (33%) sowie Industrie- und Logistikimmobilien (18,5%).
Das gesamte Transaktionsvolumen am gewerblichen Immobilienmarkt der CEE 6-Region erreichte in den ersten sechs Monaten 5,8 Mrd. Euro. Diese Entwicklung deutet auf eine klare Rückkehr des Anlegervertrauens hin. Ungarn belegte im regionalen Vergleich den 3. Platz. An der Spitze lag Polen mit 3 Mrd. Euro, gefolgt von Tschechien mit 1,4 Mrd. Euro.
Investoren konzentrieren sich auf Objekte mit stabiler Ertragskraft und langfristiger Wettbewerbsfähigkeit. Der Budapester Büromarkt zeigt Anzeichen einer Konsolidierung, der Anstieg der Leerstände ist zum Stillstand gekommen. Der Bestand moderner Büroflächen in der Hauptstadt wuchs innerhalb eines Jahres lediglich um 1% auf 4,47 Mio. m2. Die durch schnittliche Leerstandsquote sank auf 12,2%. Vermietungen lagen bei 215.050 m2 (+1%). Im Logistiksektor stieg der Bestand in Budapest auf 4,18 Mio. m2, in der Provinz auf 2,33 Mio. m2. Die Leerstandsrate erhöhte sich auf 14,8% in der Hauptstadt sowie auf 10,5% in der Provinz.