Steuer für Übergewinne auf Rohöl deutlich angehoben

Steuer für Übergewinne auf Rohöl deutlich angehoben

09. Dezember 2022

Die Regierung schöpft ab dem 8. Dezember fast alle Gewinne von russischem Rohöl aufgrund der Brüsseler Ölsanktionen ab. Die Übergewinne - vor allem von Mol - fließen in den Staatshaushalt, d. h. in den Fonds zum Schutz der niedrigen Energiekosten.

Laut Regierungsdekret wird sie bislang 40%ige Sondersteuer auf 95% angehoben. Zwei Tage zuvor hatte die Regierung die seit einem Jahr gültige Preisdeckelung für Kraftstoffe aufgehoben. Der Satz für die Übergewinnsteuer belief sich ursprünglich auf 25%, die erst Ende Juli auf 40% gestiegen war.

Geringere Rohölimporte über die Druschba-Pipeline aus Russland, verlängerte Wartungsarbeiten in der Donau-Raffinerie des Ölkonzerns Mol in Százhalombatta und eine enorm steigende Kraftstoffnachfrage zwangen die Regierung zur Aufgabe der Preisdeckelung für Kraftstoff.

Aufgrund der Preisdeckelung waren Importe, die 30% des Kraftstoffverbrauchs hierzulande ausmachten, weitgehend eingestellt worden, die nun allmählich wieder anlaufen.

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