Hierzulande stieg das Investitionsvolumen im Immobiliensektor im I. Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr um 60% auf 460 Mio. Euro und könnte bis zum Jahresende eine Mrd. Euro erreichen.
Im Industrie- und Logistikmarkt könnte das Wachstum durch große Industrieinvestitionen, darunter Kapazitätserweiterungen von BMW, CATL und Mercedes, unterstützt werden. Diese Investitionen könnten auch die Nachfrage nach Wohnimmobilien, Unterkünften, Gewerbe- und Dienstleistungseinrichtungen sowie Verkehrsinfrastruktur steigern.
Im I. Halbjahr 2026 kamen rund 250.000 m2 neue Industrieimmobilien auf den Markt – ein Plus von 30% gegenüber dem Vorjahr. Damit erhöhte sich der Logistikimmobilienbestand auf rund 6,5 Mio. m2.
Auf dem Wohnungsmarkt befinden sich derzeit rund 30.000 Wohnungen im Bau, zwei Drittel davon in Budapest. Die Zahl der Fertigstellungen in der Hauptstadt könnte von bisher 3.000-4.000 auf 8.000-10.000 pro Jahr steigen. Der durch EU-Mittel geförderte Bau von Mietwohnungen und Studentenwohnheimen könnte dem Markt zusätzliche Impulse verleihen.
In diesem Jahr werden voraussichtlich fast 65.000 m2 neue Einzelhandelsfläche fertiggestellt, während weitere Projekte mit einer Fläche von 170.000-180.000 m2 in Vorbereitung sind.
Der Hotelmarkt verzeichnet ein jährliches Nachfragewachstum von 5-6%, wobei die Zahl der Übernachtungen sich 20 Mio. pro Jahr nähert.
Die verbesserte Investorenwahrnehmung des Landes, das gesunkene Länderrisiko und das 16,4 Mrd. Euro schwere EU-Förderpaket könnten ein günstigeres Umfeld für Immobilieninvestitionen schaffen. Die Wiederbelebung der Investitionstätigkeit, die positiven Auswirkungen anhaltender Industrieinvestitionen auf ländliche Gebiete, die staatliche Förderung des Mietwohnungsmarktes und komplexe Infrastrukturprojekte eröffnen neue Perspektiven.