Wekerle-Programm – Umfassende Wohnungsförderungen

Wekerle-Programm – Umfassende Wohnungsförderungen

29. Oktober 2026

Die Regierung reformiert das Wohnungsfördersystem umfassend. 2027 wird das Wekerle-Wohnungsbauprogramm ins Leben gerufen. Im Rahmen dessen sollen bezahlbare Mietwohnungen und Studentenwohnheime gebaut werden. Gleichzeitig wird besonderer Wert auf die Unterstützung von Hausrenovierungen und die Wiederherstellung staatlicher Fördermittel für Wohnungsbausparprojekte gelegt.

Die mehrjährige Finanzierungsgrundlage des Wohnungsbau- und Studentenwohnheimprogramms Wekerle besteht aus insgesamt 550 Mio. Euro EU-Mitteln, die gegebenenfalls durch Kofinanzierung von Banken und Investoren ergänzt werden.

Das Darlehensprogramm „Wekerle+“ startete bereits am 28. Oktober und ersetzt das bisherige Programm „Otthon Start“. Die bereits abgeschlossenen Darlehensverträge für „Otthon Start“ bleiben weiterhin gültig. Für den Kauf und Bau von Neubauwohnungen werden Kredite mit einem festen Zinssatz von 3%, für Gebrauchtimmobilien mit einem Zinssatz von 5% angeboten. Der maximale Kreditbetrag beträgt 50 Mio. Forint (136.700 Euro), und die Zinsvergünstigung kann für maximal 25 Jahre gewährt werden. Der Preis pro Quadratmeter darf maximal 1,5 Mio. Forint (4100 Euro), der Kaufpreis für Wohnungen 100 Mio. Forint (273.400 Euro) und für Einfamilienhäuser 150 Mio. Forint (410.100 Euro) betragen.

Zudem wird die Regierung ab 2027 ein umfassendes energetisches Sanierungsprogramm auflegen, das nicht nur für Plattenbauten, sondern auch für Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser gelten soll. Die finanzielle Grundlage hierfür bilden über 600 Mrd. Forint (1,64 Mrd. Euro) aus EU-Kohäsionsfonds. Die Regierung plant, jährlich mindestens 30.000 Wohnungen und bis 2030 120.000 Wohnungen zu modernisieren. 30-50% des Darlehens von bis zu 15 Mio. Forint (41.000 Euro)sind nicht rückzahlbar. Es kann für Wärmedämmung, den Austausch von Fenstern und Türen, Beschattung und die Modernisierung der Warmwasserbereitung verwendet werden. Gasheizkessel sind jedoch ausgeschlossen. Wärmepumpen und Solaranlagen können hingegen bis zu 20% gefördert werden.

Zurück zu Aktuelles